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Behördliche Auflagen
Um welche Gesetze und Auflagen muss man sich kümmern, wenn man sich ein Gewächhaus anschaffen möchte?
In Deutschland gibt es keine bundesweit einheitlichen Vorschriften über die Genehmigungsfreiheit beziehungsweise Genehmigungsfreiheit von Hobbygewächshäusern, da das Bauordnungsrecht in der Kompetenz der Bundesländer liegt. Die entsprechenden Vorschriften findet man in den jeweiligen Landesbauordnungen. In der Regel sind die angebotenen Kleingewächshäuser im Gegensatz zu Wintergärten nicht genehmigungspflichtig, solange sie keinen Aufenthaltsraum darstellen oder über eine Feuerstelle verfügen. Genaue Auskünfte erhält man bei der Baubehörde. In den Städten sind dies die Bauämter, in den Landkreisen die Landratsämter.
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Kauf oder Selbstbau
Soll man das Gewächshaus kaufen oder selbst bauen? Die einfachste Möglichkeit zu einem eigenen Gewächshaus zu kommen ist der Kauf einschließlich der Montage durch die Anbietungsfirma. Das hat zwar seinen Preis, dafür kann man aber sicher sein, daß das Gewächshaus fachmännisch aufgestellt wird. Wer den Bausatz abholt und das Gewächshaus selbst aufbaut, kann bis zu 30 Prozent der Kosten einsparen. Mit Hilfe der Montageanleitung, die auch den Fundamentplan enthält, müssen die Einzelteile zusammengefügt werden. Es ist unbedingt zu empfehlen, die Monatageanleitung vor dem Kauf in Ruhe durchzugehen, um festzustellen, ob man in der Lage ist, die Arbeitsschritte auszuführen. Je nach Größe und Art des Gewächshauses ist mit mehreren Tagen zum Aufbau zu rechnen. Außerdem sind in der Regel mehr als eine Person für das Halten und gleichzeitige Verschrauben der Einzelteile notwendig. Ein Gewächshaus nach eigenen Entwürfen selbst zu bauen, ist nur jemandem zu empfehlen, der bautechnische Kenntnisse hat, handwerklich begabt ist und günstige Bezugsquellen für die Bauteile hat. Ist ein kleines Folienhaus mit einer Holzkonstruktion, welches sich zum Beispiel als Gemüsegewächshaus eignen soll, noch relativ einfach zu planen und zu bauen, wird die Eigenerstellung eines stabilen Gewächshauses oder Wintergartens, welches als Warmhaus genutzt werden soll, doch ungleich schwieriger.
Das richtige Gewächshaus für jede Nutzungsart
Welches ist das richtige Gewächshaus für Ihre Ansprüche. Früher wie heute dienen Gewächshäuser zur Kultivierung von Pflanzen aus wärmeren Gebieten, wie beispielsweise Orchideen, Palmen, Kakteen und tropischen Früchten. Gemüse- und Kräuter können im Gewächshaus ganzjährig angebaut werden und auch zur Überwinterung von Kübelpflanzen, zur Anzucht von Jungpflanzen, sowie zur Schnittblumenkultur wird es genutzt. Hier kann man außerdem Blumenzwiebeln vortreiben, Blühzweige verfrühen und Erdbeeren schon ab April ernten. Der Bonsailiebhaber hat mit einem Kleingewächshaus einen Platz für seine Sammlung und der Freund von alpinen Pflanzen richtet sich hier ein geschütztes Alpinum ein.
Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Gewächshäuser schützen Pflanzen gegen ungünstige Witterungseinflüsse, wie Kälte, Niederschläge, Wind und manchmal auch vor zu starker Sonneneinstrahlung. Mit der entsprechenden Ausstattung kann das Klima im Gewächshaus so eingestellt werden, wie es den Ansprüchen der Pflanzen, die darin wachsen sollen, entspricht. Zwar werden inzwischen in jedem Baumarkt und Gartencenter preisgünstige Kleingewächshäuser angeboten, doch nicht jedes Gewächshaus ist gleichermaßen für jede Nutzungsart geeignet.
Je nach gewünschter Nutzung, ob beispielsweise zum Gemüseanbau oder zur Orchideenzucht, muß das Gewächshausklima einzustellen sein und je nach Temperierung sollten Konstruktions- und Eindeckungsmaterialien, sowie die Heizung ausgewählt werden. Auch Bauweise, Form, Ausstattung und Einrichtung des Gewächshauses richten sich nach der Nutzungsart. Während Gemüse vorwiegend in Grundbeeten angebaut wird, wird man Kakteen oder Orchideen um sich die Betreuung zu erleichtern eher auf Tischen kultivieren, um nur einige Beispiel zu nennen. Auch Strom-, Wasser-, und Kanalanschlüsse müssen frühzeitig geplant werden. Wer vor und beim Kauf oder Bau die richtigen Entscheidungen trifft, wird hinterher die größte Freude an seinen Pflanzen im Kleingewächshaus haben.
Die Größe des Gewächshauses
Die Größe muß sich zunächst einmal nach der Größe des Gartens und den gesetzlichen Vorschriften richten. Im Rahmen dieser Möglichkeiten sollte man das Hobbygewächshaus möglichst geräumig wählen. Die Höhe muß einerseits ein Arbeiten ohne Bücken ermöglichen und sich andererseits nach der Höhe der Pflanzen, die später hierin gedeihen sollen, richten. Für hochwachsende Kübelpflanzen, Palmen und ähnliches benötigt man ein höheres Gewächshaus als für Alpinpflanzen oder Bonsai.
Die Gewächshausgrundfläche muß so bemessen sein, daß Werkzeuge wie Rechen, Grabgabel und andere Geräte problemlos eingesetzt werden können. Ein gemüsebaulich genutztes Gewächshaus sollte daher eine Grundfläche von mindestens 3 x 4 m und eine Firsthöhe von 2 m haben.
Der Platz und die Aufstellungsrichtung
Das Gewächshaus soll sich harmonisch in den Garten einfügen. Wird es auch im Winter genutzt, so solle es nicht allzu weit vom Wohnhaus entfernt sein und der Weg dorthin mit Platten verlegt oder betoniert werden. Vor allem Gewächhäuser, die über die Heizung des Wohngebäudes mitversorgt werden, werden nah an diesem platziert, um die Energieverluste gering zu halten.
Für fast alle Nutzungsarten gilt, daß das Gewächshaus so aufgestellt wird, daß es frei von Beschattung durch Bäume, Mauern oder Wohnhaus ist. Nur wenn man ausschließlich schattenliebende Pflanzen kultiviert, kann die Aufstellung im lichten Schatten von Laubbäumen sinnvoll sein. Ihr Schattenwurf schützt im Sommer vor zu starker Sonneneinstrahlung und sorgt für ausgeglichenere Temperaturen. Im Winter dagegen ist die Beschattung durch das fehlende Laub geringer.
Freistehende Gewächshäuser, die in Ost-West-Richtung aufgestellt werden, haben eine etwas höhere Lichtausbeute als solche in Nord-Süd-Richtung, was sich im Winter positiv auswirken kann. Anlehngewächshäuser werden am besten an eine Südseite gebaut, einigermaßen geeignet sind auch Ost- oder Westseite, ganz ungünstig jedoch die Nordseite.
Bevor man sich endgültig für ein Gewächshaus entscheidet, legt man seine Form, Größe und Position mit Hilfe einer Schnur im Garten aus. Die Höhe kann man mit Pflanzstäben darstellen. Wenn alle Kriterien berücksichtigt wurden und der Platz gefällt, hat man den richtigen Standort gefunden.
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